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15.02.2014

Sotchi – Olympiade und Menschenrechte

Die Olympischen Spiele in Sotschi haben begonnen, und aus der Baden-Badener Tagespresse erfährt der Leser, dass eine Städtepartnerschaft zwischen den beiden Städten besteht (bereits seit 2012). Bisher war das vielen Bürgern der Stadt (uns eingeschlossen) nicht so richtig bekannt. Ein Grund mehr für uns, in diesem Zusammenhang auf die deutschlandweit angelegte Solidaritätsaktion von Amnesty International aufmerksam zu machen: "Liebesgrüße nach Russland" heißt sie und wurde im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Sotschi ins Leben gerufen. Seither sind Tausende von Unterschriften gesammelt worden, um die russische Zivilgesellschaft zu unterstützen.
Link zur Aktion: "Freiheit statt Kontrolle – für die Menschen in Russland":
http://www.amnesty.de/agentengesetz
Schreiben Sie Solidaritätsmails, ermutigen Sie Mitglieder russischer Nichtregierungsorganisationen:
http://www.amnesty.de/liebesgruss

Willkür und Repression

Seit Beginn der dritten Amtszeit von Präsident Putin geht die Russische Regierung verstärkt willkürlich und repressiv gegen Aktivisten, Oppositionelle und Andersdenkende sowie sexuelle Minderheiten vor. Demonstrationen werden teilweise begrenzt, mit immer neuen Gesetzen wird die freie Meinungsäußerung beschnitten und die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) behindert. Auch die Amnestie im Vorfeld der Winterspiele, bei der gewaltlose politische Gefangene vorzeitig freigelassen wurden, kann nicht über die in Russland stattfindenden Menschenrechtsverletzungen und den Mangel an Rechtsstaatlichkeit hinwegtäuschen.
Ursprünglich dienten die Olympischen Spiele der Völkerverständigung. Der olympische Gedanke ist ein freiheitlicher: Alle Sportler sind gleich und kämpfen darum, ein Ziel zu erreichen. Nicht das Ziel ist wichtig, sondern der Kampf, in dem sie sich gegenseitig messen, aber auch, in dem sie sich gegenseitig respektieren.
Baden-Baden und Sotschi sind Partnerstädte: Deshalb besteht eine Möglichkeit, direkt und persönlich auf die genannten Missstände hinzuweisen sowie klar zu machen, dass uns diese missfallen – respektvoll, aber mit Nachdruck, ganz im olympischen Sinne.